Die CVP des Kantons Zug nominierte gestern Abend, Donnerstag, 15. März 2018, im vollbesetzten alten Zuger Casino-Saal ihre Kandidaten für die Gerichte und für den Regierungsrat.

Kantonalpräsident Pirmin Frei analysierte in seinem fulminanten Eröffnungsreferat einmal mehr brilliant die Herausforderungen der Zuger Politik. Es ist ihm recht zu geben, dass es wesentlich darauf ankommt, wie das Parlament zusammengesetzt ist, ob Kantonsrätinnen und Kantonsräte bereit sind, tragfähige Lösungen zu erarbeiten, oder ob es ihnen allein um das Festhalten an ideologischen Positionen geht. Und es hängt viel davon ab, für welche Werte die Politik einsteht. Auch aus Sicht eines Mitglieds der Exekutive bin ich froh, wenn bei den Wahlen vom Herbst die konstruktiven Kräfte gestärkt werden. Diese gibt es grundsätzlich in allen Parteien. Es geht dabei auch um das Vertrauen in eine Politik im Kanton Zug, die sich am Interesse und den Sorgen der Zuger Bevölkerung orientiert. In diesem Interesse liegt eine starke Wirtschaft, in diesem Interesse liegen auch Gemeinden und ein Kanton, die ihre Aufgaben besser erfüllen als andere. Grösstmögliche Eigenverantwortung und persönliche Freiheit basieren auf den politischen Grundsätzen Solidarität und Subsidiarität. Auf diese christdemokratische Prinzipien wies gestern Abend auch die Gastrednerin Béatrice Wertli, Generalsekretärin der CVP Schweiz, in ihrem Eröffnungsvotum hin.

Zur vornehmen Verantwortung einer Partei gehört die Nomination von geeigneten Persönlichkeiten für die dritte Staatsgewalt, die Judikative. Die CVP nominierte deshalb gestern für die nächste sechsjährige Amtsperiode ihre Kandidierenden für die Zuger Gerichte. Das Präsidium nahm diese Aufgabe mit grosser Umsicht war. In einer würdevollen Nomination wurden sechzehn Zugerinnen und Zuger für die Aufgaben am Obergericht, am Verwaltungsgericht, am Kantons- und am Strafgericht nominiert.

Besonders freut mich, dass die Delgierten meinem Kollegen Beat Villiger und mir das Vertrauen für eine neue Amtperiode als Regierungsräte aussprechen. Vielen Dank! Ich bin sehr motiviert für die nächsten vier Jahre im Regierungsrat, sowohl als Teil der Kollegialbehörde des Regierungsrats als auch als Vorsteher einer Direktion. Die Gesundheitspolitik gehört zu den Schlüssel-Verantwortungsbereichen eines Staats. Insbesondere ist die Sicherstellung einer hochwertigen Gesundheitsversorgung eine der Kernaufgaben der Kantone. Die Herausforderungen in der Gesundheitspolitik sind in den nächsten Jahren nicht klein. Die Frage, ob ich nach einer Wiederwahl weiterhin Gesundheitsdirektor bleiben würde, liess ich wie mein Kollege Villiger offen. Mit entscheidend in dieser Frage wird auch sein, wie der Regierungsrat nach den nächsten Wahlen zusammengesetzt sein wird.

Berichterstattung:

Seite_27_Zuger_Zeitung_2018-03-16

https://www.zentralplus.ch/de/news/politik/5563464/Jobangebot-Wer-will-f%C3%BCr-die-CVP-dritter-Regierungsrat-in-Zug-werden.htm