Intensive Wochen liegen hinter mir. Der September war gesundheitspolitisch ein äusserst bewegter Monat. Auf nationaler Ebene wurden verschiedene gesundheitspolitische Weichenstellungen intensiv diskutiert. Eine Thematik war die konsequente Anwendung des Prinzips «Ambulant vor stationär». Es gilt wenn immer möglich unnötige stationäre Spitalbehandlungen zu vermeinden: Ambulant mögliche Eingriffe sollen konsequent ambulant erfolgen. Auf 1. Januar 2018 setzt der Kanton Zug deshalb eine Liste mit primär ambulant durchzuführenden Spitalbehandlungen in Kraft. Die Umsetzung erfolgt in engem Kontakt mit den Leistungserbringern. Weitere Informationen können Sie der Medienmitteilung der Gesundheitsdirektion sowie dem am 27. September erschienenen Artikel der Zuger Zeitung entnehmen.
Damit ist die Arbeit aber noch nicht getan. Aktuell bestehen zwischen den Entschädigungen für eine stationäre oder ambulante Behandlung teilweise grosse Unterschiede, was zu entsprechenden Fehlanreizen führt. Ich setze mich auf nationaler Ebene dafür ein, hier schnell eine ausgewogene Lösung zu finden.

In der letzten Septemberwoche wurden auch die Krankenkassenprämien für 2018 bekannt gegeben. Die Krankenkassenprämien für Erwachsene steigen im nächsten Jahr im Kanton Zug im Mittel um 2,3 Prozent. Die durchschnittliche Erhöhung in der Schweiz ist mit 4,0 Prozent fast doppelt so hoch. In der Rangliste der prämiengünstigsten Kantone bleibt der Kanton Zug auf Platz 4. Im Vergleich zu den Vorjahren und vielen anderen Kantonen ist bei uns eine gewisse Be­ruhigung des Prämienwachstums festzustellen. Das zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Es besteht aber kein Grund, mit den Anstrengungen nachzulassen. Kostendämpfende Massnahmen behalten eine hohe Priorität.